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RSI ist ein wirksamer Indikator, der häufig sowohl von Anfängern als auch von erfahrenen Tradern genutzt wird. Warum ist er so beliebt? Nun, zunächst einmal ist es die Schlichtheit des Indikators im Design – wenn Sie erst einmal gelernt haben, wie man ihn einsetzt, ist er leicht zu verstehen. Ein weiterer großartiger Vorteil des Relative Strength Index ist, dass er mit mehreren anderen Indikatoren kombiniert werden kann und unterschiedliche Trading-Ansätze und -strategien unterstützt. Heute werden wir eine Kombination aus RSI mit einem anderen Momentum-Indikator, dem MACD, und einem einfachen gleitenden Durchschnitt für eine Strategie betrachten, die sowohl in kurz- als auch langfristig funktioniert.

Relative Strength Index

Der RSI-Indikator wird dafür eingesetzt, die Trendstärke zu messen und mögliche Wendepunkte zu finden. Er besteht aus einer Basislinie aus 14 Perioden und zwei Niveaus: überkauft und überverkauft. Diese Niveaus werden je nach Strategie des Traders auf 30 und 70 oder 20 und 80 gesetzt. Das Setzen des Indikators auf 20 und 80 wird im Allgemeinen als konservativerer Ansatz angesehen. Dadurch wird der Indikator weniger anfällig gegenüber Preisschwankungen und könnte möglicherweise deutlichere Zeichen geben. Das hängt jedoch wirklich von der Präferenz des Traders ab.

Ein Beispiel für den RSI-Indikator, der ein Verkaufssignal aussendet

Mit dem RSI-Indikator wird ein Kaufsignal empfangen, wenn die Basislinie das Überverkauf-Niveau erreicht oder überschreitet und sich nach oben bewegt. Ein Verkaufssignal wird empfangen, wenn die Basislinie die Überkauf-Linie erreicht und sich nach unten hin wendet.

RSI + SMA + MACD

Diese Kombination ist ein Trio aus einem Leitindikator und zwei Nachlaufindikatoren. RSI ist ein Leitoszillator, was bedeutet, dass er die möglichen zukünftigen Kursschwankungen anzeigt. Der einfache gleitende Durchschnitt ist ein nachlaufender, trendfolgender Indikator. RSI zeigt die möglichen Wendepunkte an und der SMA hilft bei der Bestätigung des Signals. MACD zeigt die Stärke des Trends sowie seine Richtung. In dieser Strategie wird er dazu verwendet, die Signale der ersten beiden Indikatoren zu bestätigen. Wie kann man also die Signale lesen und diese Indikatoren zusammen anwenden? Schauen wir uns das folgende Beispiel an, um sie in Aktion zu sehen.

Ein Beispiel für alle 3 Indikatoren, die ein Kaufsignal aussenden

Im Beispiel liegt die Basislinie des RSI-Indikators über 50 und bewegt sich nach oben. Das Kerzendiagramm kreuzt die SMA-Linie von unten und bewegt sich darüber, und der MACD-Indikator gibt auch ein Kaufsignal: Die blaue Linie kreuzt die orangefarbene Linie von unten her nach oben.

Ein Verkaufssignal würde empfangen, wenn sich die Kerzen unter der SMA-Linie bewegten, die RSI-Basislinie sich in Richtung des überverkauften Niveaus bewegte und der MACD rote Balken zeigte, wobei die blaue Linie die orangefarbene Linie nach unten hin kreuzte.

Einrichtung und Konfiguration

Um die drei Indikatoren anzuwenden, finden Sie sie einfach im Indikatormenü auf der Plattform. Sie können das Suchfeld dafür verwenden oder den RSI und den MACD einfach im Abschnitt Momentum, und die gleitenden Durchschnitte im Abschnitt Beliebt finden.

In den obigen Beispielen werden alle Indikatoren mit ihren Standardeinstellungen angewendet. Erfahrene Trader können jedoch die Einstellungen der Indikatoren entsprechend ihren eigenen Bedürfnissen ändern.

Standardeinstellungen für RSI

Zum Beispiel kann ein Trader die überkauften und überverkauften Niveaus für RSI und die Zeitperioden für jeweils den SMA oder den MACD ändern. Es ist jedoch nichts Falsches daran, von den Indikatoren in ihren Standardeinstellungen Gebrauch zu machen.

Zusammenfassung

Diese drei Indikatoren ergänzen einander und können zusammen einen Trader mit Signalen über die Trendstärke und die Wendepunkte zur Hand gehen. Dennoch gibt es keinen Indikator, keine Strategie, die einen 100%-igen Erfolg garantieren würde. Das Trading birgt Risiken und es sollte daher entsprechend damit umgegangen werden – Trader müssen das Risikomanagement jederzeit üben und es im Kopf behalten.

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