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Es ist möglich, dass die beiden Indikatoren – Stoller Average Range Channel (STARC) und Bollinger-Bänder – sehr ähnlich aussehen, wenn sie auf den Chart angewendet werden. Sie bestehen aus oberen und unteren Bändern mit der Indikatorlinie in der Mitte. Beide Indikatoren erzeugen Unterstützungs- und Widerstandsebenen und ihre Deutung ist ziemlich ähnlich, sie funktionieren jedoch auf dem Chart auf leicht unterschiedliche Weise. Sehen wir uns den Unterschied zwischen ihnen einmal an und wie jeder von ihnen anwendet werden kann.

STARC kontra Bollinger-Bänder

Die beiden Indikatoren unterscheiden sich in der Art und Weise, wie sie berechnet werden.Die Bollinger-Bänder ist ein sehr beliebter Indikator, der von vielen Tradern angewendet wird, da er recht einfach zu lesen ist und Signale auf eine einfache Weise auf dem Chart anzeigt. Die Bollinger-Bänder bestehen aus einem gleitenden Durchschnitt und zwei begleitenden Bändern, eine Standardabweichung vom gleitenden Durchschnitt entfernt. Dieser Indikator zeigt die möglichen Trading-Möglichkeiten, die mit der Volatilität einhergehen: Je höher die Volatilität eines Vermögenswerts, desto weiter voneinander entfernt werden die Bänder sein.

Im Gegensatz zu den Bollinger-Bändern arbeitet der Stoller Average Range Channel nicht in Anlehnung an die Standardabweichung. Die mittlere Linie ist ein einfacher gleitender Durchschnitt, während die obere Linie (auch STARC-Band+ genannt) durch Addition der ATR (Average True Range) zum gleitenden Durchschnitt entsteht. Die untere Linie (STARC-Band-) ergibt sich durch Subtraktion der ATR vom gleitenden Durchschnitt. Dieser Indikator kombiniert also im Wesentlichen zwei Trading-Systeme in einem: einen gleitenden Durchschnitt und den ATR-Indikator

Welchen wählen Sie wohl?

Da das Prinzip beider Indikatoren ziemlich ähnlich ist, spielt hier wirklich die Präferenz des Traders eine Rolle. Bestimmte Merkmale beider Indikatoren können die Aufmerksamkeit eines Traders jedoch in die eine oder andere Richtung lenken.

Zum Beispiel kann man mit dem STARC-Indikator den Typ des gleitenden Durchschnitts ändern und ihn aus der Liste auf einfachen, exponentiellen oder einen anderen gleitenden Durchschnitt einstellen. Der Trader kann auch den Multiplikator ändern – den Wert, der die Abweichung des oberen und unteren Bandes erhöht oder verringert. Das Erhöhen der Abweichung kann für langfristige Trader hilfreich sein, während kurzfristige Trader sie verringern können, um möglicherweise mehr Signale vom Indikator zu erhalten.

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Wie sind die Indikatoren zu deuten?

Beide Indikatoren bilden die überkauften und überverkauften Niveaus für einen Vermögenswert und beide zeigen den Volatilitätsbereich an. Ein Trader kann feststellen, dass die Indikatoren ein Verkaufssignal aussenden, wenn sich die Kerzenleuchter dem oberen Band nähern und nach unten hin wenden. Dies könnte bedeuten, dass der Vermögenswert sein Überkaufniveau erreicht hat.

Der STARC-Indikator, der ein Verkaufssignal anzeigt

Ein Kaufsignal wird empfangen, wenn der Chart das untere Band berührt oder durchbricht und nach oben hin wendet.

Die Bollinger-Bänder senden ein Kaufsignal aus

Die beiden Indikatoren können hilfreich sein, um Einstiegs- und Wendepunkte zu finden. Sie funktionieren jedoch am besten in Kombination mit anderen Indikatoren, um die empfangenen Signale zu bestätigen. Man kann STARC und die Bollinger-Bänder mit Impulsindikatoren wie RSI oder der Stochastik kombinieren. Es kann auch nützlich sein, eine Strategie des Stop-Loss oder einen Trailing-Stop-Loss umzusetzen, da alle Indikatoren von Zeit zu Zeit falsche Signale aussenden können.

Beachten Sie, dass kein Indikator eine 100%-ige Garantie bietet, daher ist jedes Mal ein gutes Risikomanagement erforderlich.

Haben Sie diese Indikatoren schon einmal angewendet? Welchen ziehen Sie vor? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen und wenn Sie sie noch nicht ausprobiert haben, zögern Sie nicht, sie auf dem Übungskonto anzuwenden!

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