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Das Börsengeschäft mag leicht und attraktiv erscheinen, wenn man es noch nie selbst ausprobiert hat. Für dieses Bild sind größtenteils die Medien verantwortlich, in denen ein Börsenhändler meistens als glamouröse Person dargestellt wird. Es gibt viele Filme und Sendungen zu diesem Thema, sodass selbst Leute mit eigener Handelserfahrung dies noch als Spiel sehen oder an einen einfachen Weg zum Geld verdienen glauben.

Das ist einfach falsch. Das Börsengeschäft beinhaltet viele Herausforderungen und Risiken, denen sich die Händler täglich stellen müssen. Jeder muss das wissen und darauf vorbereitet sein, um unverhoffte Enttäuschungen zu vermeiden und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Heute betrachten wir 5 Hindernisse, die Händlern beim Start ihrer Reise begegnen können.

Handeln erfordert (viel) Lernen

Auf dem Weg zum Manager, Programmierer oder Maler ist es völlig natürlich, zu lernen, aber geht es um das Börsengeschäft, erwartet man oft befriedigende Ergebnisse ohne entsprechende Ausbildung. Aber ohne Verständnis der Handelsinstrumente und Märkte ist es nicht möglich, sich zu verbessern, selbst wenn ein Händler gelegentlich Glück hat. Sich auf das Glück zu verlassen, ist keine zuverlässige Strategie und führt in der Regel zu Verlusten. Für eine kontinuierliche Entwicklung ist es unerlässlich, zu lernen, neue Informationen aufzunehmen, Bücher und Artikel zu lesen und Videos zu schauen.

Die Märkte ändern sich ständig

Die Märkte sind immer in Bewegung und mitunter ist es nicht leicht zu verstehen, was passiert. Deshalb ist es erforderlich, immer über die neuesten Nachrichten informiert zu sein – mindestens zu den Vermögenswerten, auf die sich ein Händler konzentriert. Einen Vermögenswert zu überprüfen mag herausfordernd sein, aber ist unbedingt notwendig, um gut begründete Entscheidungen treffen zu können. Als ersten Schritt sollte man sich mit technischer und fundamentaler Analyse sowie mit Kerzenformationen befassen. Umfassende Kenntnisse über verfügbare Analysewerkzeuge fördern eine individuelle und effektive Herangehensweise an das Handeln.

Handeln birgt Risiken

Die Wahrscheinlichkeit, sein gesamtes Investment zu verlieren, ist durchaus hoch, und nicht selten passiert das auch. Die Gründe dafür sind vielfältig: falsche Evaluierung des Marktzustands, unvorhersehbare Kursänderungen, emotionales Handeln usw. Selbst den erfahrensten Händlern unterlaufen von Zeit zu Zeit Fehler. Es ist nicht leicht, ein gut ausbalanciertes Handelssystem zu entwickeln, das die Risiken berücksichtigt.

Emotionale Einflüsse

Emotionen sind eine Hürde, die Händler häufig unterschätzen. Wenn man schon den Markt nicht steuern kann, dann sollte man doch in der Lage sein, das eigene Verhalten zu kontrollieren. Leider trifft das für die Mehrzahl nicht zu. Das Handeln kann Gefühle wie Angst und Gier auslösen. Fügen Sie Freude hinzu und schon ist das Rezept für einen katastrophalen Handelsansatz fertig. Emotionen zwingen den Händler zu unvernünftigen Entscheidungen, übereilten Annahmen und im Ergebnis zum Verlust ihrer Einlagen. Deshalb ist das Beherrschen der Emotionen ebenso wichtig wie das Marktstudium.

Unsicherheit und Ungeduld

Ungeduld ist keine wirkliche Emotion, kann aber genauso schädlich sein. Beim Handeln gibt es keine Garantien und kein Händler kann immer wissen, was genau gerade passiert. Niemand mag Unsicherheit: jeder möchte das bestmögliche Ergebnis, und zwar so schnell wie möglich. Aber beim Handeln sind ein wenig Geduld und eine strategische Herangehensweise notwendig.

Zusammenfassung

Angesichts der angesprochenen Schwierigkeiten kann das Börsengeschäft nicht als „leicht“ betrachtet werden, es birgt im Gegenteil viele Risiken. Das Handeln erfordert einen ausgefeilten Plan, der das Studium des Marktes, die Nutzung von Analysewerkzeugen, die Implementierung eines Risikomanagements, den Umgang mit Emotionen und die Beherrschung von Überschwang und Ungeduld vereint.

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