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Händler fragen sich am Anfang oft, welche Schritte sie zuerst gehen sollten, welche Strategie es zu wählen gilt und worauf sie achten müssen, wenn sie die globalen Finanzmärkte betreten. Eines der ersten Dinge, die Händler lernen, ist, dass es zwei unterschiedliche Analysemethoden gibt — die fundamentale und die technische. Jede von ihnen hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Die Kombination beider führt zum besseren Verständnis der Märkte und zu einer höheren Genauigkeit der Prognosen für die Bewegungen der Kurse. Um zu verstehen, wie man die beiden Analysearten zusammenführt, müssen wir jede zunächst etwas genauer betrachten und ihre unterschiedlichen Funktionen verstehen.

Arten der Analyse

Die technische Analyse basiert auf der Analyse der Kursdiagramme. Technische Analysten verwenden die Kursentwicklung der Vergangenheit, um daraus bestimmte Schlussfolgerungen zu ziehen und die aktuellen Marktbedingungen zu untersuchen. Durch die Verwendung von Unterstützungs- und Widerstandsniveaus zusammen mit Indikatoren der technischen Analyse können die Händler optimale Ein- und Ausstiegspunkte bestimmen (wann es möglich ist, ein Geschäft zu eröffnen bzw. zu schließen). Diese Analyseart kann eine Unmenge nützlicher Informationen liefern und dabei helfen, die Richtung eines aufkommenden Trends vorherzusagen. Aber es ist schwierig zu prognostizieren, wie sich der Kurs langfristig entwickelt, da ein Kursdiagramm keine verlässliche Information über die zukünftige Entwicklung eines Vermögenswertes liefern kann.

Die fundamentale Analyse auf der anderen Seite konzentriert sich auf die Untersuchung von realen Ereignissen, die einen Kurs beeinflussen können. Eine Pressemitteilung eines Unternehmens kann einen massiven Kursumschwung auslösen. Dessen Richtung hängt vom Inhalt der Nachricht ab. Gute Neuigkeiten (außerordentlich gute Finanzkennzahlen, neue Initiativen zur Kostenreduzierung, höhere Gewinnaussichten als geplant) beeinflussen den inneren, heißt den wahren Wert eines Unternehmens positiv. Schlechte Neuigkeiten (enttäuschende Finanzzahlen, negative Berichterstattung) mindern den inneren Wert und drücken den Marktkurs entsprechend. Das gleiche Prinzip gilt auch für Währungen, Rohstoffe, ETFs und alle börsengehandelten Vermögenswerte.

Wie kombiniert man sie?

Die Kombination von fundamentaler und technischer Analyse ist nicht immer einfach, kann aber in vielen Fällen nützlich sein. Es ist klug, das aktuelle Handelsvolumen zu verfolgen und die Aktivitäten anderer Händler zu beobachten. Volumenindikatoren können dafür genutzt werden, die Stärke eines vorherrschenden Trends zu überprüfen, denn als Faustregel steigt das Handelsvolumen, wenn ein Trend das Momentum beinhaltet. Sinkt das Volumen, kann das auf eine bevorstehende Trendumkehr hindeuten. Das Marktverhalten wird von den Aktionen der einzelnen Händler bestimmt. Was andere Händler über einen Vermögenswert denken, ist von größter Wichtigkeit für Sie.

Händler, die sich auf die fundamentale Analyse als primäre Variante stützen, können ebenfalls technische Indikatoren in ihre Strategie integrieren. Das vereint dann fundamentale und technische Prinzipien. Händler können die Verbindung zwischen fundamentalen Ereignissen und Signalen verfolgen, die von technischen Indikatoren ausgesendet werden, und dies nutzen, um bestimmte Muster aufzuspüren. Da der Markt häufig dazu tendiert, sich zu wiederholen, kann die Kenntnis bestimmter Muster Ihnen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Händlern verschaffen.

Zusammenfassung

Insgesamt kann man ruhigen Gewissens feststellen, dass die beiden Analysemethoden einander ergänzen können und nicht um einen Platz in Ihrem Handelssystem streiten müssen. Eine Methode verlässt sich sehr auf die vergangene Marktentwicklung, die andere orientiert sich an zukünftigen Ereignissen. Beide haben ihre Vor- und Nachteile und können deshalb effektiv in ein vereinheitlichtes Handelssystem zusammengeführt werden. Händler sollten auch nicht vergessen, dass es unabhängig von der Art der genutzten Analyse unmöglich ist, einen zukünftigen Kurs immer zu 100 % richtig vorherzusagen.

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