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„Es ist ein unglaubliches Unternehmen“, sagt Warren Buffett zu Apple im US Fernsehen. „Wenn du dir Apple anschaust, dann denke ich, dass es ungefähr zwei Mal so viel verdient wie das zweitprofitabelste Unternehmen in den Vereinigten Staaten.“

Apple

Der 87 Jahre alte Investor ist an der Börse eine lebende Legende – durch geschickte und glückliche Aktienengagement wurde er steinreich und führte immer wieder auch die Rangliste der wohlhabendsten Menschen des Planeten an. Derzeit liegt er dort mit einem Vermögen von gut 82 Milliarden Dollar auf dem dritten Platz, hinter Microsoft-Gründer Bill Gates und Amazon-Gründer Jeff Bezos, der das Milliardärs-Ranking mittlerweile mit großem Abstand anführt.

Buffett wiederum denkt auch in seinem hohen Alter nicht daran, in den Ruhestand zu gehen. Kurz vor dem jährlichen Treffen der Aktionäre seiner Investitionsgesellschaft Berkshire Hathaway in seiner Heimatstadt Omaha im amerikanischen Bundesstaat Nebraska hat er mit dem Finanzsender CNBC darüber geplaudert, was er in den vergangenen drei Monaten unternahm. Und dazu zählte eben vor allem auch: Er stockte sein Engagement an dem iPhone-Hersteller merklich auf. Ungefähr 75 Millionen Apple-Aktien kaufte Berkshire hinzu – die addieren sich zu den 165 Millionen, die das Unternehmen bereits Ende des vergangenen Jahres besessen hatte.

Das ist auch insofern interessant, als zuletzt vor allem Sogen die Runde machten dergestalt, dass die Handys vielleicht nicht mehr so stark nachgefragt werden wie erhofft. Vor allem das neueste und teuerste Modell, das iPhone X, sahen manche Marktbeobachter schon vor dem Aus; und dies ein halbes Jahr, nachdem Apple es auf den Markt gebracht hatte. In dieser Woche hat der Konzern dann seine Geschäftszahlen für die zurückliegenden drei Monate vorgelegt und die Zweifel erfolgreich zerstreuen können. Das iPhone bleibt begehrt, gerade auch in China, teilte der Vorstandsvorsitzende Tim Cook mit. Außerdem kündigte Apple ein umfangreiches Aktienrückkauf-Programm an in Höhe von 100 Milliarden Dollar.

Für Buffett jedenfalls dürfte sich das Apple-Engagement schon merklich bezahlt gemacht haben. Der Aktienkurs ist infolge der neuen Geschäftszahlen gegenüber dem Jahresbeginn um 5 Prozent im Plus und Apple mit einem Marktwert von 870 Milliarden Dollar weiterhin das wertvollste Unternehmen der Welt. Die Investition von Buffett adelt den Konzern übrigens noch in anderer Hinsicht: Traditionell meidet der Investor eigentlich die Tech-Branche und setzt stattdessen auf klassische Wirtschaftsbranchen wie Eisenbahnunternehmen oder Banken oder zum Beispiel Coca-Cola.

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