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BTC sorgt weiter für Diskussionen: „Bitcoin hilft Kriminellen“, sagte der Gouverneur der Österreichischen Zentralbank, Ewald Nowotny. Er sprach sich für eine strengere Regulierung der digitalen Währung aus. „Was mich umtreibt ist, dass der Bitcoin für Geldwäsche benutzt wird“, sagte Nowotny.

„Es kann doch nicht sein, dass wir gerade beschlossen haben, den 500-Euro-Schein nicht mehr zu drucken, um Geldwäsche zu bekämpfen und jedem kleinen Sparverein strenge Regeln aufbrummen, um dann zuzusehen, wie weltweit munter mit Bitcoin Geld gewaschen wird“, sagte der Notenbanker, der zugleich Mitglied des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) ist. „Da besteht Handlungsbedarf.“

Das bedeute nicht, dass jeder Bitcoin-Nutzer ein Verbrecher sei, fügte Nowotny hinzu. Aber die Kryptowährung helfe Kriminellen. Der österreichische Zentralbankchef schlug deshalb strenge Regeln vor: „Alle Beteiligten an einem Geschäft müssen ihre Identität offenlegen“, sagte er der „SZ“. „Damit würde Bitcoin zusammenbrechen.“Nowotny schlug in der „Süddeutschen Zeitung“ zudem eine Mehrwertsteuer auf Bitcoin vor, „weil es keine Währung ist“. Auch als Zahlungsmittel sei die bekannteste Digitalwährung wegen der starken Kursschwankungen nicht praktikabel.

Grundsätzlich sei das Thema Bitcoin zwar „in der Mitte der Gesellschaft angekommen“. Eingreifen müsse die Notenbank aber erst, wenn sich das Verhalten der Menschen verändern würde. Dafür gebe es bislang noch keine Anzeichen. „Solange die Leute nicht massenhaft Kredite aufnehmen, um mit Bitcoin zu spekulieren, beunruhigt uns das nicht“, sagte Nowotny.

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