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Russlands hat fünf Direktiven zur Regulierung von Blockchain & Co. erlassen. Dabei wurde von offizieller Seite angeordnet, ICOs zukünftig nach den gesetzlichen Vorschriften wie IPOs zu behandeln.

Russland ICODabei werden die Initial Coin Offerings (ICOs) wie einen Initial Public Offerings bei Börsengängen (IPOs) zu behandeln liegt nahe. Bei einem IPO bieten Unternehmen wie Snapchat beim Börsengang zum ersten Mal ihre Aktien an, um an Investorengelder zu kommen. Ob die Gleichbehandlung des traditionellen Finanzmarktes und der Kryptomärkte als Vorbildfunktion gelten kann, gilt jedoch als fraglich. Wird doch dadurch einmal mehr die Frage aufgeworfen, ob Kryptowährungen als Währung, Wertpapier oder als Rohstoff zu bewerten sind.

Neben den Vorgaben zu IPOs hat der Kreml weitere Anweisungen veröffentlicht. So soll reguliert werden, wie man mit Phänomenen umzugehen hat, die mit „digitaler Technologie“ zu tun haben. Die im Fokus stehenden Begriffe sind die Blockchains, Tokens und Smart Contracts. Dabei soll stets die Annahme zugrunde liegen, dass der Rubel die einzig annehmbare Währung in der russischen Föderation darstellt. Außerdem wurde die Regierung unter Premierminister Dimitry Medvedev angewiesen, ein System zu entwickeln, unter dem sich Miner von Kryptowährungen registrieren können. Damit soll gewährleistet werden, dass sie ihre Mining-Einnahmen versteuern.

Ziel des regulatorischen Voranschreitens ist es vor allem, einen einheitlichen Zahlungsraum der Wirtschaftsunion zu schaffen. Wie bereits in Bezug auf die Erschaffung des Kryptorubel angekündigt, will man den anderen Mitgliedern damit zuvorkommen. Die aktuellen Entwicklungen in Russland zeigen, dass im Bereich Blockchain & Co. Bedarf nach Regulierung vorhanden ist. Das steht im Gegensatz zu kürzlich getätigten Aussagen der russischen Staatsbankschef Riccardo Orcel gegenüber CNBC. Er gab an, dass es in Russland kein großes Interesse an Bitcoin gebe und äußerte Skepsis: „Der Spekulationsfaktor bei Kryptowährungen ist äußerst hoch. Ich denke, dass das gefährlich ist. Bis die Regierung sich entschieden hat, wie dieser Bereich reguliert wird, ist es sehr, sehr gefährlich für Investoren in Kryptowährungen zu investieren.“ Zeit auf fallende Kurse wie nach Chinas ICO Regulierung zu setzen?

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