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Der Bitcoin fällt derzeit von seinem Hoch von fast 20.000 Dollar klar zurück. Trotzdem ist es für viele Menschen unverständlich, dass eine digitale Währung einen so hohen Wert erreichen kann. Dazu gehört auch der Nobelpreisträger für Wirtschaft, Paul Krugman. In einem Interview mit Business Insider vertritt er einen klaren Standpunkt.

Krugmans größter Kritikpunkt besteht darin, dass die meisten Menschen angeblich nicht so recht verstünden, um was es sich bei Bitcoin eigentlich handle. Um die Kryptowährung habe sich eine Art “Geheimnis” gesponnen, welches den Kurs immer weiter nach oben treibe, so der Ökonom weiter. Daraus resultiert die nächste Problematik: Der Bitcoin an sich habe keine Verankerung, welche seinen Wert rechtfertige. Mit klassischem Geld – auch wenn es lediglich “ein Stück Papier mit einem toten Präsidenten darauf” ist – könne man wenigstens seine Steuern bezahlen, führt Krugman weiter aus. Die Gefahr einer Bitcoin-Blase sei kaum zu übersehen.

Genau wie die Immobilienblase, stuft der Wirtschaftsexperte die Bitcoin-Blase als offensichtlich ein. Anders als bei Häuserpreisen beziehen sich Bitcoin-Kurse jedoch nicht auf wirklich existierende Werte. Bei einer Immobilienblase steigen die Preise für Häuser in ungeahnte Höhen und genau darum werden umso mehr Immobilien gebaut. Ist der Markt jedoch irgendwann gesättigt und es wurden zu viele Häuser gebaut, platzt die Blase, die Preise fallen. Bei Bitcoin sind die Kosten um neue Token zu minen jedoch ebenfalls in schwindelerregende Höhen gestiegen. Darum wird der Krypto-Markt in Zukunft wohl kaum mit neuen Bitcoin überschwemmt werden.

Krugman zieht einen Vergleich zu Comics. Er erwartet bei Bitcoin den “Wylie Coyote”-Moment, also wenn Wylie Coyote über die Klippe hinaus rennt, in der Luft stehen bleibt, nach unten schaut und feststellt, dass sich nichts mehr unter ihm befindet. Dann folgt der tiefe Fall. Dies könne sich bei Bitcoin laut Krugman jedoch noch eine Zeit hinziehen.

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