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Der Envelopes Indikator (Hüllenindikator) ist ein relativ leicht einzusetzender Trendindikator, der alleine oder zusammen mit Oszillatoren in einer Handelsstrategie angewendet werden kann. Er kann für jedes Handelsinstrument und jeden Zeitrahmen genutzt, aber auch bequem mit den Standardvorgaben verwendet werden. Lesen Sie den Artikel, um zu erfahren, wie Sie ihn zum Aufspüren potentieller Handelsgelegenheiten auf dem Kursdiagramm einsetzen können.

Wie funktioniert er?

Der Envelopes Indikator ist im Grunde eine vereinfachte Version der Bollinger-Bänder. Er ist eine Kombination dreier gleitender Durchschnitte (Moving Averages – MA). Zwei davon sind vom Kurs nach oben und unten abgelenkt, was einen Bereich erzeugt, der den Kurs umhüllt. Dieser Kanal stellt den normalen Handelsbereich des Wertpapiers dar, wobei die beiden MAs als Markierungen der Überkauft-/Überverkauft-Niveaus fungieren. Der mittlere gleitende Durchschnitt folgt dem Trend.

Einfach gesagt stellen die unteren und oberen Linien die Unterstützungs- und Widerstandsniveaus dar und ermöglichen dem Händler, einen Vorteil aus einer Kursumkehr auf dem Chart zu ziehen. Die mittlere Linie veranschaulicht die Richtung des gegenwärtigen Trends. Ein Anstieg kann auf einen Aufwärtstrend hindeuten, während eine Abwärtsneigung einen fallenden Trend anzeigen kann. Zeigt der mittlere MA keine eindeutige Bewegung, dann ist der Markt ruhig.

Wie lässt sich der Indikator in der Praxis nutzen?

Ein Kaufsignal erhält man, wenn der mittlere MA seine Richtung nach oben ändert.

Der mittlere MA bewegt sich aufwärts

Ein Verkaufssignal erhält man, wenn der mittlere MA seine Richtung nach unten ändert.

Der mittlere MA bewegt sich abwärts

Bei einem ruhigen Markt lassen sich die Überkauft- und Überverkauft-Niveaus als Referenzpunkt nutzen. Händler können die oberen und unteren MAs verwenden, um Umkehren und Durchbrüche aufzuspüren.

Im Beispiel sind mehrere Umkehren zu erkennen, bei denen der Kurs den oberen bzw. unteren MA berührt und zurückprallt, ohne das Niveau zu durchbrechen. Berührungen des oberen oder unteren Bandes bedeuten das Erreichen der Extremwerte.

Umkehr des Kurses

Wie bei jedem anderen Indikator können Abweichungen auftreten und der Indikator kann von Zeit zu Zeit falsche Signale senden. Um genauere Daten zu erhalten, ist es möglich, den Envelopes Indikator mit Oszillatoren wie dem RSI zu kombinieren. Stop-Loss- und Take-Profit-Niveaus helfen ebenfalls bei der Risikokontrolle.

Wie erfolgt die Einrichtung?

Zur Einrichtung des Indikators suchen Sie diesen einfach im Bereich Gleitende Durchschnitte des Karteireiters Indikatoren:

Der Envelopes Indikator auf IQ Option

Nach Anklicken des Indikators erscheint das Menü zur Konfiguration. Hier können die Periode des Indikators, die Abweichung, die Quelle (Sie können den Wert für die Berechnung auswählen – Eröffnungskurs, Schlusskurs, Höchstwert, Tiefstwert etc.) und der Typ des gleitenden Durchschnitts eingestellt werden.

Die oberen und unteren Niveaus sind so gesetzt, dass der Kurs 90 % der Zeit innerhalb der Grenzen bleibt. Das bedeutet, dass der Händler die Abweichung entsprechend der Volatilität des Kurses ändern kann. Je höher die Volatilität, desto größer die Abweichung.

Einstellungen des Envelopes Indikator

Über die Schaltfläche „Wie Standard“ kann der Indikator auf die Standardvorgaben zurückgesetzt werden. Fertig, der Indikator ist einsatzbereit!

Zusammenfassung

Der Envelopes Indikator kann eine gute Alternative zu einfachen gleitenden Durchschnitten darstellen und dem Händler ein anwendungsbereites technisches Analysesystem zur Verfügung stellen. Er lässt sich auch gut mit anderen Indikatoren kombinieren. Aber vergessen Sie nicht, dass es keine 100-prozentige Garantie gibt, dass dieser Indikator nicht gelegentlich falsche Signale liefert. Da Sie jetzt wissen, wie er funktioniert, können Sie prüfen, ob er zu Ihrer Handelsstrategie passt.

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