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Investments im Aktienmarkt können für Neueinsteiger abschreckend wirken. Diese Klasse von Vermögenswerten ist jedoch nicht so beängstigend, wie es scheinen mag, und kann eine praktikable Alternative zum z.B. Devisenhandel sein. Betrachten wir die wesentlichen Elemente des Aktienhandels.

1) Was ist eine Aktie?

Eine Aktie, auch als Anteilsschein bezeichnet, ist partielles Eigentum an einem Unternehmen.  Wenn Sie eine Aktie eines Unternehmens kaufen, erwerben Sie ein kleines Stück von diesem Unternehmen. Unternehmen sammeln Kapital für ihre Geschäftstätigkeit ein, indem sie öffentliche Aktien ausgeben.

Ein Händler bei der Arbeit an der New Yorker Aktienbörse

2) Börsengang (IPO)

Um Kapital einzusammeln und das weitere Wachstum zu fördern, initiieren Unternehmen, die an die Börse möchten, eine Erstplatzierung (engl. initial public offering, IPO), die von einer Emissionsbank und einer Aktienbörse ausgeführt wird. Sowohl institutionelle als auch Privatanleger können sich am IPO beteiligen. Nach dem IPO wird das Unternehmen an der entsprechenden Börse gehandelt und alle Anleger können dessen Aktien kaufen und verkaufen.

Die Unternehmen nutzen das gesammelte Kapital zur Erweiterung ihrer Geschäftstätigkeit. Wenn der Börsengang endgültig abgeschlossen ist, werden die Aktien des Unternehmens zwischen externen Käufern und Verkäufern gehandelt. Während des IPO gehandelte Aktien werden als der „erstrangige“ Handelsmarkt bezeichnet. Zwischen externen Käufern und Verkäufern nach dem IPO gehandelte Aktien werden als der „nachrangige“ Handelsmarkt bezeichnet.

3) Aktienbörse

Aktien werden an Aktienbörsen ge- und verkauft, wobei die New York Stock Exchange die größte Wertpapierbörse weltweit ist. Während eines Börsengangs fungiert die Börse als Vermittler zwischen dem emittierenden Unternehmen und der Öffentlichkeit. In allen anderen Fällen fungiert die Börse als Vermittler zwischen Käufern und Verkäufern von Aktien.

Nach dem Börsengang fahren Händler und Investoren damit fort, die Aktien des Unternehmens an der Börse zu kaufen und zu verkaufen, aber das Unternehmen erzielt daraus keine Einnahmen mehr.

4) Aufträge

Der Aktienmarkt war früher ein reeller Ort, an dem sich Anleger trafen, um Aktien zu kaufen und zu verkaufen – auf den Börsenparketts rund um den Globus, beispielsweise in New York, London und Tokio. Die Aktienkurse wurden zwischen Käufern und Verkäufern direkt in einer kontinuierlichen Auktion ausgehandelt.

Heute findet der Handel überwiegend online statt. Kauf- und Verkaufsaufträge werden über Makler erteilt, die mit der Börse agieren und Aufträge für Investoren ausführen. Die meisten Handelsaufträge werden über elektronische Systeme und Algorithmen ausgeführt, die die Reihenfolge der Auftragsausführung bestimmen.

Historische Aktienbörse

5) Tickersymbole

Aktien werden über sogenannte „Tickersymbole“ gelistet, auch „Ticker“ genannt. Diese kurzen Codenamen vereinfachen die Recherche und Kommunikation für alle Parteien, die am Handel teilnehmen.

So bezieht sich beispielsweise das Tickersymbol „MSFT“ auf Aktien von Microsoft. Dieses System vermeidet Mehrdeutigkeiten – wenn Sie eine Kursnotierung für MSFT oder eine Nachricht sehen, die sich auf MFST bezieht, dann können Sie sich sicher sein, dass sich beides auf den selben Vermögenswert bezieht – Aktien von Microsoft.

6) Indizes

Die Marktakteure verfolgen populäre Aktienindizes als Indikatoren der generellen Performance am Markt. Die drei bekanntesten sind der Dow Jones Industrial Average, (auch als Dow bezeichnet), der S&P 500 und der Nasdaq Composite.  

Der Dow Jones ist ein Index, der die Entwicklung der führenden 30 Unternehmen der USA abbildet. Der S&P 500 verfolgt die 500 größten US-Unternehmen nach der Marktkapitalisierung. Der Nasdaq Composite kennzeichnet die Entwicklung von an der Nasdaq-Börse gelisteten Unternehmen und ist deshalb eng mit der Hochtechnologiebranche verknüpft.

Der S&P 500 seit 1927

7) Handelsvolumen

Das tägliche Volumen ist das summierte Volumen aller Handelsgeschäfte, die innerhalb eines Tages ausgeführt wurden. Aktien mit einem hohen täglichen Volumen werden von den meisten Anlegern bevorzugt, da ein hohes Volumen Liquidität anzeigt, was bedeutet, dass Händler die Aktien einfach kaufen und verkaufen können. Bei einem niedrigen Volumen kann es Schwierigkeiten geben, die Aktien zum gewünschten Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen.

Aufgrund der rasanten Entwicklung der technologischen Infrastruktur und wachsendem Wohlstand ist das Handelsvolumen in jedem Jahrzehnt stark gewachsen.  

8) Wann kaufen?

Was ist gewöhnlich der Grund, Aktien zu kaufen? Anleger kaufen Aktien, wenn sie glauben, dass deren Kurs mit der Zeit steigen wird. Die Kurve des S&P 500 oben zeigt, dass langfristig gesehen Aktien im allgemeinen beeindruckende Resultate erbringen. Viele Investoren kaufen unterschiedliche Aktien und erstellen sich damit ein Portfolio, um das Verhältnis von Risiko und Ertrag besser kontrollieren zu können.

9) Dividenden

Viele Unternehmen, insbesondere etablierte, zahlen ihren Aktionären Dividenden.Eine Dividende ist ein Anteil am Unternehmensgewinn, der regelmäßig an die Investoren ausgezahlt wird – in der Regel vierteljährlich. Dividenden haben KEINEN Einfluss auf die Schwankungen des AKtienkurses.

Während der Aktienkurs vom Kauf- bzw. Verkaufsdruck abhängt, hängt die Dividende von der unternehmensinternen Gewinnentwicklung und den Dividendenrichtlinien ab – das Unternehmen kann auch entscheiden, den gesamten Profit zu investieren, anstatt ihn als Dividende auszuschütten.

10) Kursschwankungen

Aktienkurse können aus diversen Gründen stark schwanken, z.B. politischen Faktoren, ökonomischen Einflüssen, sozialen Veränderungen, Naturkatastrophen, Nachrichten, Anlegererwartungen und anderem.  Grundsätzlich schwanken die Aktienkurse je nachdem, wie sich diese Faktoren auf die Nachfrage und das Angebot der Aktien auswirken – wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt, werden die Aktienkurse tendenziell fallen und wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, ist mit einem Anstieg zu rechnen.

Beim Aktienhandel liegt die Schwierigkeit darin, zu erkennen, wann sich Angebot und Nachfrage auf dem Markt verschieben werden und in welchem Ausmaß – ein großer Teil davon basiert auf der Psychologie der Investoren. Die Identifizierung fundamentaler Wertchancen in bestimmten Geschäftsfeldern ist nur ein Teil der Gleichung – die Antizipation externer Ereignisse und der Investorenstimmung sind ebenfalls wichtige Puzzleteile für die Erkennung von Börsenchancen.

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