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Im heutigen Beitrag betrachten wir zwei Chartformationen, die häufig dafür genutzt werden, mögliche Trendumkehren auf dem Kursdiagramm aufzuspüren. Beide Muster enthalten das Wort Diamant in ihrem Namen, da die Trendlinien, welche die Kurshochs und -tiefs verbinden, die Form eines Diamanten bilden.

Diamant-Topformation

Ein derartiges Muster tritt eher selten auf, aber wenn es erscheint, kann es auf eine ausgeprägte Trendumkehr des Vermögenswertes hinweisen. Es kann beobachtet werden, wenn ein Aufwärtstrend beginnt, seitwärts abzudriften.

Wie sieht ein Diamant-Top aus? Folgende Sequenz ist kennzeichnend:

  1. Der Kurs tendiert aufwärts.
  2. Dann beginnt er zu schwanken, wobei zu Beginn die Spitzen höher und die Senken tiefer werden.
  3. Danach ändert sich die Kursbewegung derart, dass die Spitzen niedriger und die Senken höher werden.
  4. Die Verbindung der Höhen und Tiefen bildet dann normalerweise den Umriss eines Diamanten. Beachten Sie, dass der Diamant nicht symmetrisch sein muss. Er kann auch leicht seitlich verzerrt sein.
Diamantenmuster auf dem Chart – Wie handelt man damit?
Beispiel für eine Diamant-Topformation

Bei diesem Muster erhält man ein Einstiegssignal, wenn der Kurs die untere rechte Unterstützungslinie durchbricht (Unterseite des Diamanten). Das bestätigt die Kursumkehr. In Abhängigkeit von ihrer Herangehensweise können Händler auch von den Kursschwankungen innerhalb des Diamanten profitieren, bevor der Kurs absackt. Wichtig ist, ein Stop-Loss in der Nähe des Unterstützungsniveaus zu setzen, um potentielle Verluste zu minimieren.

Die Diamant-Topformation wird häufig mit der Kopf-und-Schulter-Formation verwechselt. Analysieren Sie die Muster sorgfältig, um eine gut begründete Entscheidung zu treffen.

Diamant-Bottomformation

Dieses Muster bildet das Gegenstück zur Topformation. Es erscheint nach einem starken Abwärtstrend eines Wertpapieres oder Währungspaares.

Diamantenmuster auf dem Chart – Wie handelt man damit?
Beispiel für eine Diamant-Bottomformation

Dass der Kurs von oben in den Diamanten fällt, weist darauf hin, dass es eine Bottom- (engl. für Boden) und keine Topformation ist. Der Diamant spiegelt die Auseinandersetzung zwischen den Käufern und Verkäufern am Markt wider: Die Käufer pushen die Kurse auf ein neues kleines Hoch, bis der Verkaufsdruck den Kurs abwärts zwingt. Das erweiterte Muster kann sich für einige Zyklen fortsetzen, das dauert aber gewöhnlich nicht sehr lange. Das Durchbrechen der Widerstandslinie durch den Kurs nach oben ist das Signal für einen Kaufeinstieg. 

Durchbricht der Kurs dieses Muster nach unten, fällt also, statt zu steigen, sollte der Händler erwägen, eine andere Formation zu suchen. Ziel des Händlers ist es, Diamanten zu finden, die zu einer Kursumkehr führen. Es geht darum, mit dem Trend zu handeln: In einem bullischen Markt folgt man den Diamanten mit einem Durchbruch nach oben und in einem bärischen Markt mit einem Durchbruch nach unten.

Es ist nicht immer leicht, eine Diamantformationen auf einem Kursdiagramm zu identifizieren: Wichtig ist es, die Muster mit einem erweiterten Kursbereich nach einem starken Ab- oder Aufwärtstrend zu suchen.

Zusammenfassung

Das Handeln mit Diamantmustern mag kompliziert erscheinen – diese Art Umriss erfordert ein scharfes Auge und viel Übung. Dennoch kann es sich sowohl für Neueinsteiger als auch für erfahrene Händler lohnen, das Aufspüren dieser Formationen zu erlernen. Denken Sie daran, dass keine Strategie und keine Chartformation zu 100 % Erfolg garantiert, sodass ein solides Risikomanagement in jedem Fall Anwendung finden sollte.

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