5 min read 

Oft unterschätzt, ist der Indikator Keltner Channels (KC) einer der neuen Trendindikatoren auf unserer Plattform. Er wird Sie möglicherweise an die Bollinger-Bänder erinnern. Tatsächlich ist das Konzept ähnlich, jedoch hat der KC seine Besonderheiten, sodass Sie ihn sich näher ansehen sollten.

Was ist das für ein Indikator?

Der KC ist ein hüllenförmiger Indikator, was bedeutet, dass er untere und obere Grenzen hat, die auf dem Chart mit dem Ziel gezeichnet werden, Überkauft- und Überverkauftniveaus zu bestimmen.

Während die Bollinger-Bänder auf der Standardabweichung basieren, nutzt der KC den Average True Range (ATR) für die Bestimmung der Kanalbreite, was einen engeren Streifen und genauere Signale ermöglicht. Die Standardeinstellungen beinhalten zwei ATR über und unter einem 20-tägigen exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA).

Keltner Channels in der Darstellung auf der Handelsplattform IQ Option

Als trendfolgender Indikator können die Keltner Channels dabei helfen, Trendumkehrpunkte und Durchbrüche sowie Überkauft- und Überverkauftniveaus zu bestimmen. Der EMA definiert die Richtung des Trends, und die beiden ATR-Werte bestimmen die Breite des Kanals, was die Volatilität des Vermögenswertes widerspiegelt.

Wie wird gehandelt?

Es ist wichtig, die Signale des Indikators richtig zu verstehen, bevor Sie ihn in Ihre Strategie integrieren. Das Prinzip ist recht einfach, wenn Sie es einmal verinnerlicht haben. Der KC zeigt einen Trend klar und deutlich.

Ein „Kauf“-Signal entsteht, wenn sich der KC aufwärts bewegt und der Kurs des Vermögenswertes die mittlere und dann die obere Linie erreicht und dort beständig verbleibt oder diese sogar kreuzt. Eine Welle über der oberen Linie weist auf einen starken Aufwärtstrend hin.

Ein „Verkaufs“-Signal kann festgestellt werden, wenn sich der KC abwärts bewegt, der unteren Linie nähert und diese gelegentlich schneidet. Eine Welle unter der unteren Linie weist auf einen starken Abwärtstrend hin.

Bewegt sich der Kanal ohne klare Richtung, gibt es keinen ausgeprägten Trend.

Signale des KC auf einem Kursdiagramm

Eine Wende nach unten oder oben mit nachfolgendem Durchbruch der unteren bzw. oberen Linie entsprechend kann als Beginn eines neuen Trends betrachtet werden.

Sie können in Abhängigkeit von Ihrem Handelsstil verschiedene Strategien mit den Keltner Channels anwenden. Beispielsweise können Sie mit der Pullback-Strategie handeln, indem Sie bei einem Pullback von der Mittellinie Long(„Kauf“)-Positionen platzieren, wenn der Kurs zu diesem Zeitpunkt einen Aufwärtstrend zeigt.

Pullback-Strategie für „Kauf“-Geschäfte

Sie können auch während eines Abwärtstrends bei Pullbacks des Kurses von der Mittellinie Short („Verkaufs“) -Positionen platzieren. Eine weitere Möglichkeit ist die Breakout-Strategie, deren wichtigstes Prinzip darin besteht zu kaufen, wenn der Kurs die obere Linie von unten kreuzt bzw. zu verkaufen, wenn die untere Linie von oben gekreuzt wird.

Beachten Sie jedoch, dass dieser Indikator zwar ein hilfreiches Werkzeug darstellt, aber nicht garantiert ist, dass er zu 100% genaue Ergebnisse liefert. Der KC-Indikator kann gut mit Oszillatoren wie ADX oder RSI kombiniert werden, die bei der Bestimmung der optimalen Einstiegszeiten helfen.

Wie erfolgt die Einrichtung?

Zur Einrichtung des KC rufen Sie ihn im Reiter Volatilität des Bereichs Indikatoren auf. Der Indikator arbeitet perfekt mit den Standardeinstellungen, aber Sie können die Parameter gern an Ihre Bedürfnisse anpassen.

Nun ist der Indikator eingerichtet und Sie können beginnen, die Keltner Channels zu verwenden.

KC-Indikator testen

HINWEIS: Dieser Artikel ist keine Investmentberatung. Jegliche Bezugnahme auf historische Kursbewegungen oder -niveaus dient rein informativen Zwecken und basiert auf externen Analysen, und wir übernehmen keine Garantie dafür, dass solche Bewegungen oder Niveaus in Zukunft erneut auftreten. Gemäß den Anforderungen der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) ist der Handel mit binären und digitalen Optionen nur für Kunden verfügbar, die als professionelle Kunden eingestuft sind.


ALLGEMEINE RISIKOWARNUNG:


CFDs sind komplexe Instrumente und beinhalten ein hohes Risiko, aufgrund von Hebelwirkungen schnell Geld zu verlieren. 77% der Konten von Privatanlegern verlieren beim Handel mit CFDs über diesen Anbieter Geld. Sie sollten gut abwägen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.