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Die Kurse von Kryptowährungen zu Anfang des Jahres fallen meist um einiges deutlicher aus als beispielsweise bei Aktien. Am Beispiel von Bitcoin zeigt sich, dass Kryptowährungen schon in der Vergangenheit immer zu Jahresbeginn einen Rücksetzer erlebt haben. So verzeichnete der Bitcoin am 12. Dezember 2015 ein Hoch bei 469,10 US-Dollar, fiel dann am 16. Januar 2016 auf ein Tief bei 354,91 US-Dollar – ein Minus von fast 25 Prozent. Danach ging es für die Cyberdevise wieder nach oben. Auch in anderen Jahren lassen sich ähnliche Bewegungen ausmachen.

Die Abwärtsbewegung zu Beginn eines Jahres kann verschiedene Gründe haben, über die meist nur spekuliert werden kann. Zum jetzigen Zeitpunkt spielen wohl mehrere Faktoren eine Rolle.

BTC-Futures und Hackerangriffe

Als Belastung für den Bitcoin-Kurs stellten sich die neuen Terminkontrakte (Futures) der Börse CME heraus. Allein die Ankündigung dieser Finanzprodukte trieb den Preis für einen Coin weit nach oben. Doch die erste Runde der Terminkontrakte lief am 17. Januar aus, die zweite am 26. Januar – und prompt ging es mit den Kursen abwärts.

Des Weiteren schreiten immer mehr offizielle Stellen ein, um den Handel mit Kryptowährungen zu regulieren. Doch nicht nur Finanz- und Börsenaufsicht sind alarmiert, selbst Facebook verbannt Werbung für Kryptowährungen, da man “irreführende und betrügerische Werbepraktiken” vermutet. Auch die Deutsche Bundesbank wird nicht müde zu betonen wie instabil Kryptowährungen sind.

Hinzu kommen zahlreiche Hackerangriffe, wie zuletzt auf die japanische Krypto-Börse Coincheck, welcher durch den Cyberdiebstahl rund 430 Millionen Euro abhandenkamen. Für fallende Kurse könnte jedoch noch ein weiterer Faktor verantwortlich sein.

Chinesische Neujahrsfest fördert Kursschwankungen

Ein weiterer Grund für fallende Krypto-Kurse könnte das chinesische Neujahrsfest sein. Die Feierlichkeiten stehen am 16. Februar an. In China wird das neue Jahr traditionell mit Geschenken und Familienbesuchen begangen. Um das nötige Geld für diese Dinge aufzutreiben, könnten viele Chinesen ihre Bitcoins und andere Digitalwährungen verkaufen.

Da ein Großteil der Cyberdevisen-Anleger aus dem asiatischen Raum stammen, könnte dies auch Auswirkungen auf die Kurse haben. Im Gegenzug wäre es möglich, dass die Abwärtsbewegung bei Bitcoin und Co. genau aus diesem Grund nach dem chinesischen Neujahrsfest beendet ist.

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