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Aktien der Deutschen Bank und Commerzbank gehören zu den Schwächsten auf dem Aktienmakrt. Rund ein Drittel ihres Werts haben sie seit Jahresbeginn verloren.

Commerzbank & Deutsche Bank

Geht die Talfahrt weiter? Oder erleben wir einen Wendepunkt? Wer sich die Entwicklung der Papiere von Deutsche Bank und Commerzbank in den vergangenen Jahren anschaut, sieht, dass es trotz hoher Wertverluste zwischenzeitlich immer wieder zu ziemlich spektakulären Gewinnen gekommen ist. Die Aktie der Commerzbank etwa hatte sich ausgehend von den Tiefs 2013 und 2016 jeweils verdoppelt. Die Titel der Deutschen Bank brachten nach den Tiefpunkten 2012 und 2015 jeweils rund 50 Prozent. 2016 schafften sie einen Zuwachs von 70 Prozent. Neben zuletzt besseren Zahlen macht auf jeden Fall Mut, dass die auf Bankunternehmen spezialisierte Beteiligungsfirma Cerberus bei beiden Häusern engagiert ist – und bei der Deutschen Bank sogar in die Beraterrolle geschlüpft ist.

Interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem die Bewertung beider Häuser in Relation zum bereinigten Eigenkapital. Sie liegt jeweils unter 0,5. Heißt: Das Eigenkapital ist mehr als doppelt so hoch wie die Marktkapitalisierung.

Das mag finanztechnisch wegen der geringen Eigenkapitalrendite gerechtfertigt sein, eröffnet aber eine Perspektive für potenzielle Käufer. Im Juli hatte etwa Sergio Ermotti, Chef der Schweizer Großbank UBS, davon gesprochen, dass angesichts der strukturellen Probleme der Branche Fusionen und Übernahmen Teil der Lösung sein könnten.

Ob das auch fürs eigene Haus gilt? Lassen Sie uns mal rechnen. Für die UBS, die mit einem Aufschlag zum Eigenkapital bewertet wird, würde sich etwa eine Fusion mit Commerzbank oder Deutscher Bank rechnen. Im Fall von Commerzbank könnte sie selbst bei einem Aufschlag zum Kurs von 30 Prozent mit einer Bilanzreserve von rund acht Milliarden Euro operieren. Im Fall der Deutschen Bank beträgt der Badwill unter gleichen Bedingungen sogar mehr als 15 Milliarden Euro.

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