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Wie ein Analyst in einem Interview gegenüber CNBC erklärte, sei Apple einer der Treiber in den FAANG-Aktien, die aus Facebook, Apple, Amazon, Netflix und der Google-Mutter Alphabet bestehen. Neben Apple seien Amazon und Alphabet die Aktien, die man haben müsse, und die auch in Zukunft auf dem Markt Bestand haben werden. Für Facebook und Netflix sagt Munster eine eher finstere Zukunft voraus.

FAANG-Aktien

„Es wird ein Auseinanderlaufen der FAANG-Aktien während des nächsten Jahres geben“, erläutert er seine Ansicht. Das Problem bei Facebook und Netflix sei, dass sie im Gegensatz zu den anderen hochgehandelten Tech-Werten keine Chance hätten, auf neuen Märkten Fuß zu fassen. Der Social-Media-Riese habe durch Werbung viel Geld gemacht, der Streaming-Dienst durch seine Videoinhalte. Allerdings seien diese beiden Märkte keine „massiven open-end Märkte“, wie sie Apple, Amazon und Alphabet vor sich hätten.

Bei Netflix und Facebook sieht Munster wenig Wachstumspotenzial

Vor allem der Unterschied, ob die Tech-Aktien auf Abonnements oder auf Werbung setzen, führe zu dieser Trennung. Obwohl Netflix vollkommen auf die Abo-Struktur setzt – wer den Videoanbieter nutzen will, muss dort ein Abonnement abschließen – sieht Munster hier das Problem, dass es für Netflix keine Möglichkeit gebe, sein Business irgendwie auszubauen.

Apple hingegen habe viele „unerschlossene Möglichkeiten“ wie beispielsweise das Entwickeln von selbstfahrenden Autos oder den Einstieg in das Gesundheitswesen, die Netflix aufgrund seiner Unternehmensstruktur einfach nicht offenstünden. Laut Munster ist es für Investoren aber wichtig, dass Firmen noch große unerschlossene Märkte vor sich haben, in die sie einsteigen können, da es nur so ein Wachstumspotenzial gebe. Auch Facebook habe keine neuen Märkte vor sich, die Marc Zuckerbergs Unternehmen erschließen könnte.

Indirekt sagt er damit aus, dass sowohl bei Netflix als auch bei Facebook das Wachstum irgendwann stagnieren werde. Einen ähnlichen Blickwinkel erläuterte erst kürzlich der Marketwatch-Kolumnist Jeff Reeves, der bei Facebook und Netflix das Problem sieht, dass ihnen irgendwann die Ressource von Menschen, die im Internet aktiv sind, ausgeht, die sie für das Wachstum ihres Geschäfts brauchen.

Hardware as a service – iPhone-Käufer bleiben true Apple allerdings hege ein enormes Wachstumspotenzial, was vor allem daran liege, dass es einen Paradigmenwechsel darüber gegeben habe, wie Investoren das Unternehmen sehen. Der von Tim Cook geführte Konzern werde nun vermehrt als Servicedienstleister angesehen. Damit spielt Munster aber nicht auf das Service-Segment von Apple an, sondern auf die Hardware.

Deren Konzept funktioniere momentan wie ein Abomodell: Apple-Kunden würden sich ungefähr alle drei Jahre ein neues iPhone zulegen. Durch die starke Kundenbindung und die hohe Zufriedenheitsrate, die der iKonzern erreicht hat, ist sichergestellt, dass, wer einmal ein Gerät des Unternehmens besitzt, meist auch bei Neuanschaffungen wieder auf Geräte mit Apfel-Logo zurückgreift. Dieses Dienstleistungsabonnement sei „entscheidend wichtig“ für Apple und der Konzern positioniere sich damit als aufstrebender Anführer im Service-Segment. „Ich denke, dass der Wert von Apple nach oben schießen wird“, erklärt Munster abschließend.

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