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Die Trading-Community wendet den RSI-Indikator de facto an, um überkaufte bzw. überverkaufte Marktphasen zu definieren. Sehen wir uns an, wie man den RSI so einsetzen kann, dass die Trefferquote des Indikators noch höher wird.

RSI Signale
Die Standard-Verwendung des RSI

Die erste, „traditionelle” Einsatzmöglichkeit ist es, in genau dem Moment eine Option zu kaufen, wenn der RSI die überkaufte/überverkaufte Zone verlässt.

  • Wenn der Wert der RSI-Linie unter das Überverkauft-Niveau von üblicherweise 30 % fällt, lässt die Kraft des Bärenmarkts nach, das bedeutet, das Verlassen der Zone durch diesen Indikator ist der richtige Augenblick, auf steigende Kurse zu setzen.
  • Wenn der Wert der RSI-Linie über das Überkauft-Niveau von üblicherweise 70 % steigt, muss man erwägen, wie man eine Abwärtsbewegung nutzen kann.

Ein Optionskauf sollte strikt nur an dem Punkt erfolgen, wo der Indikator die überverkaufte/überkaufte Zone verlässt.

RSI auf kleineren Zeitebenen

2. Möglichkeit: Wenn Sie Turbo-Optionen oder Binäroptionen mit einer Verfallzeit unter 30 Minuten handeln, erlauben die 70er- und 30er-Niveaus nicht immer präzise Einstiege. Damit der Indikator seine Extremwerte öfter erreicht, sollte die Periode verringert werden. Für Zeiträume unter einer Stunde kann man RSI=5 und die Niveaus 90 zu 10 oder sogar 95 zu 5 verwenden.

Beispiel für das Setzen des RSI auf 90/10 und eine Periode von 5:

RSI mit 5 Periode
RSI mit Periode 5 auf einem 1-Minuten-Chart

3. Möglichkeit: Für eine zusätzliche Bestätigung müssen Sie eine größere Periode untersuchen, um den Gesamttrend zu erkennen. Binäroptionen gegen den Trend zu handeln ist eine schlechte Idee, die Signalrichtungen auf der aktuellen Zeitebene und auf der darüber müssen zueinander passen.

So sieht eine Signalbestätigung auf den 1-Minuten- und 5-Minuten-Charts aus:

Signale auf verschiedenen Zeitebenen
Der RSI auf der höheren Zeitebene M 5 bestätigt das Signal auf dem Chart M 1, und die RSI-Niveaus sollten auf beiden Charts übereinstimmen

4. Möglichkeit: Für ultrakurze Trades gibt es eine Scalping-Technik. Diese Tradingmethode wird häufig von amerikanischen Tradern eingesetzt. Der Effekt dieser Strategie ist es, in einem kurzen Zeitraum eine möglichst große Zahl von Signalen zu bekommen. Das Hauptziel besteht darin, die Antwortzeit eines Indikators so stark wie möglich zu minimieren.

Einstellungen:

  • Die RSI-Periode entspricht zwei Balken
  • Die Überkauft-Grenzen werden so hoch gesetzt wie möglich – 99 für überkauft und 1 für überverkauft.

Üblicherweise wird diese Strategie auf dem Chart M 1 oder M 5 verwendet. Die Ablaufzeit der Binäroption beträgt normalerweise nicht mehr als 5 Minuten.

Scalping mit dem RSI
Den RSI für Scalping einstellen

RSI Divergenz

5. Möglichkeit: Auf einem Chart nach einer Divergenz zu suchen, ist eine effektive Methode, RSI-Signale zu erhalten. Eine Divergenz ist eine Diskrepanz zwischen dem Chart und Indikatorwerten, zum Beispiel, wenn der Chart ein höheres und der Indikator ein niedrigeres Maximum ausweist.

Beispiel für eine Divergenz – zwei Maxima auf dem Chart sind auf der gleichen Höhe, während auf dem Indikator-Chart das zweite Maximum viel höher ist:

RSI Divergenz
Divergenz

Im Schema oben werden alle Arten von Divergenzen gezeigt. Was man sich merken muss: man muss genau dem vertrauen, was der Indikator anzeigt. Wenn er steigt, kaufen wir eine CALL-Option, wenn er fällt, einen PUT.

Arten von Divergenzen
Arten von Divergenzen

Beispiel dafür, wie man eine Position auf Basis einer RSI-Divergenz eingeht:

RSI-2
Eingehen der Position auf Basis der RSI-Divergenz

RSI und Bollinger-Bänder

Die letzte, 6. Möglichkeit: Kombinieren von RSI-Indikator und Bollinger-Bändern, denn ersterer zeigt Impulsbewegungen an und zweitere zeigen die Hauptbewegungsrichtung des Marktes. Das Ergebnis sind besonders genaue Einstiegssignale für die Position.

Die Regeln des Handels nach RSI sind ziemlich standardisiert, man kauft eine PUT -Option beim Rausgehen aus der überkauften Zone und eine CALL -Option beim Rausgehen der Linie des Indikators aus der überverkauften Zone. Aber man steigt nur dann ein,wenn der Preis ungefähr bei der unteren Linie der Bollinger Bands liegt, die als Filter fungieren. Im Idealfall, sollte der Preis die Linie zum Zeitpunkt des Erhaltens eines Signals vom RSI Indikator überschneiden.

Im Falle eines Signals für Call,muss der Eröffnungskurs der Kerze unterhalb der Linie liegen und der Schlusskurs oberhalb:

Signale CALL mit dem Filter "Bollinger Bands"
Signale CALL mit dem Filter „Bollinger Bands“

 

Das gleiche gilt für den Verkauf, der Preis soll gleichzeitig mit RSI, die Obere Linie des Kanals der Bollinger Bands überschneiden – der Eröffnungskurs liegt oberhalb, der Schlusskurs unterhalb der Linie (im Kanal):

Signale PUT mit dem Filter "Bollinger Bands
Signale PUT mit dem Filter „Bollinger Bands

Die Verfallszeit kann abhängig von dem verwendeten Zeitrahmen variieren. Im Idealfall,soll die Verfallszeit, der Anzahl an Bars entsprechen,die für das Erreichen des gleitenden Durchschnitts (Mittellinie des Kanals) von den Rändern des Kanals benötigt werden.Man kann die durchschnittliche Anzahl an Bars berechnen, die der Preis braucht,um den Abstand von einer Grenze zur Anderen zu kommen und diesen Wert durch 2 teilen.

Fazit

Die bekanntesten und gebräuchlichsten Indikatoren sind in der Lage, die Grundlage für eine lukrative Trading-Strategie zu werden, wenn Sie diese richtig verwenden. Wir haben uns ein paar einfache Möglichkeiten angeschaut , wie man den Prozentsatz an erfolgreichen Transaktionen nach der traditionellen RSI Strategie erhöhen kann. Versuchen Sie diese Techniken auf dem kostenlosen Demo-Konto zu testen.

Die traditionellen Indikatoren sind inzwischen zum Alltag im Leben der Händler geworden und viele möchten diese als ein ernstes Trading-Instrument nicht wahrnehmen. Zur gleichen Zeit, basieren die meisten moderneren Indikatoren auf demselben RSI und gleitenden Durchschnitten. Der wesentliche Vorteil von RSI besteht in seiner Universalität, der Indikator kann mit gleichem Erfolg bei den Währungspaaren, Aktien oder Waren, ohne der Qualitätsverlust der Signale angewendet werden.

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