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Die meisten Händler haben irgendwann in ihrem Leben ein Testkonto genutzt. Manche von ihnen wollten das Handeln ausprobieren, bevor sie echte Mittel einsetzen, andere testeten bestimmte Strategien und verfeinerten ihre Fähigkeiten. Gewöhnlich werden Händler durch das Handeln mit einem Testkonto motiviert, aber viele finden es schwierig, ihre Ergebnisse beim Wechsel zu einem realen Konto zu wiederholen. Die psychologischen Unterschiede zwischen den beiden Kontotypen können wie folgt erklärt werden.

1. Echtes Geld bedeutet echte Emotionen

Wenn kein echtes Geld auf dem Spiel steht, werden Sie ruhig und ausgeglichen bleiben, egal wie viel Sie gewinnen oder verlieren. Beim Wechsel zum realen Konto jedoch riskieren Sie plötzlich Ihr eigenes Geld und nicht irgendwelche vergänglichen Testguthaben. Dieser Fakt genügt, um fast jeden nervös zu machen und seine Handelsergebnisse stärker schwanken zu lassen.

Sie haben sicherlich schon gehört, dass es von großer Bedeutung auf dem Weg zu einem erfolgreichen Händler ist, seine Emotionen im Griff zu behalten. Allerdings ist es unmöglich für einen normalen Menschen, ALLE Emotionen auszublenden. Emotionen beim Handeln führen zu suboptimalen Entscheidungen und Ergebnissen.

2. Handeln über das Testkonto ist ohne Risiko

Wie bereits erwähnt besteht beim Handeln mit einem Testkonto kein Risiko für Ihr Geld. Ganz gleich, ob Sie gewinnen oder verlieren, ist Ihr Kontostand lediglich eine Zahl auf dem Bildschirm.

Aber wenn Sie dann zum realen Konto wechseln, kann es passieren, dass Sie Angst vor dem richtigen Schritt bekommen — sei es der richtige Zeitpunkt für ein Geschäft oder das Begrenzen von Verlusten bei Erfordernis — aus Furcht, Geld zu verlieren. Fehler passieren immer, aber im Testkonto sind sie nicht so wichtig.

3. Das Beibehalten nachteiliger Handelsgewohnheiten

Es passiert sehr leicht, dass Sie beim Arbeiten in Ihrem echten Konto wieder in nachteilige Handelsgewohnheiten zurückfallen. In einem Testkonto sind Sie emotional nicht so stark involviert. Steht aber Ihr eigenes Geld auf dem Spiel, dann ist es schwerer, einen kühlen Kopf zu bewahren. Und plötzlich wiederholen Sie die gleichen Fehler wieder und wieder: Sie ändern ein Stop-Loss, wenn es fixiert bleiben sollte, vergessen Ihre Strategie oder Ihren Plan mitten während des Handels usw.

Was ist zu tun?

Nun kommen wir zum wichtigsten Teil. Was sollten Sie tun, um die Unterschiede zwischen den beiden Kontentypen auszublenden? Die Lösung erfordert ein wenig mentale Gymnastik, ist aber auf jeden Fall realisierbar. Versuchen Sie, Ihren Gefühlszustand aus dem testweisen Handel zu kopieren — konzentrieren Sie sich auf den Ablauf, nicht das Resultat. Wenn Sie ein Geschäft eröffnen, tun Sie das zum richtigen Zeitpunkt und vermeiden Sie die Fehler, die vermeidbar sind. Wenn Sie ein Geschäft abschließen, tun Sie das gemäß Ihrer Handelsstrategie und nicht gemäß Ihrem Gefühl.

Eine weitere Möglichkeit ist das Mitführen eines Handelstagebuchs. Notieren Sie alle handelsrelevanten Informationen, einschließlich Ihrer Gefühle und Fehler. Dadurch wird es Ihnen mit der Zeit leichter fallen, unerwünschte Verhaltensweisen zu unterdrücken.

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